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Die Todesstrafe

amnesty international lehnt die Todesstrafe uneingeschränkt ab und setzt sich für ihre weltweite Abschaffung ein. Die Organisation wendet sich in jedem Einzelfall gegen Hinrichtungen und fordert die Umwandlung von Todesurteilen, und zwar unabhängig davon, ob die betreffende Person Gewalt angewendet oder befürwortet hat. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass wir Akte der Gewalt entschuldigen oder verharmlosen wollen. Selbstverständlich muss jemand, der ein Verbrechen begangen hat, bestraft werden. Dazu bedarf es aber nicht der Hinrichtung. Staaten, die auf die Todesstrafe verzichten, belegen dies.

Staatliches Töten ist keine angemessene Antwort auf Mord und Kriminalität. Wo sich der Staat zum Richter über Leben und Tod aufschwingt, nimmt nicht Gerechtigkeit ihren Lauf, sondern es wird Rache und Vergeltung geübt. Außerdem: Wenn der Staat selbst die Tötung eines Mörders anordnet, ist es schwierig zu erklären, dass die Ermordung eines Menschen Unrecht darstellt. Die Botschaft von amnesty international lautet deshalb unmissverständlich: Eine Regierung kann nicht gleichzeitig die Menschenrechte achten und die Todesstrafe verhängen.

Erstmals in der Geschichte der Menschheit hat seit 1996 eine - inzwischen auf zwei Drittel angewachsene - Mehrheit der Länder die Todesstrafe im Gesetz oder zumindest in der Praxis abgeschafft. Der weltweite Trend zur Abschaffung der Todesstrafe ist unumkehrbar geworden - so belegt durch die wegweisende Entscheidung der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 18. Dezember 2007, in der die Staaten der Welt mit 104 zu 54 Stimmen bei 29 Enthaltungen zu einem weltweiten Hinrichtungsstopp aufrufen oder deren Nachfolgeresolution vom 20. Dezember 2012 mit 111 zu 41 Stimmen bei 34 Enthaltungen ... Dieser Aufruf zum Hinrichtungsmoratorium ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Welt ohne Todesstrafe.

An dieser Entwicklung dürfte auch amnesty international einen Anteil haben. Doch angesichts tausender Todesurteile und Hinrichtungen jedes Jahr besteht weiter dringender Handlungsbedarf. In einigen Staaten wurden alarmierende Forderungen laut, diese Strafe wiedereinzuführen, ihren Anwendungsbereich auszudehnen, sie verstärkt einzusetzen oder sie schneller zu vollstrecken. Niemand kann sich somit darauf verlassen, dass sich das Thema Todesstrafe in Zukunft von selbst erledigt. Zusammen mit einer Reihe anderer Organisationen setzt sich amnesty international dafür ein, dass in naher Zukunft weltweit keine Hinrichtungen mehr vollzogen werden. Dafür braucht amnesty international auch Ihre Unterstützung

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